Osterather Turnverein 1893 e.V. - Basketball


 
 

MU16 - Qualifikation - C. Siemers - 03.06.2019

MU16 – Ziel leider verfehlt

Trotz der sehr guten Leistung und des klaren Sieges gegen den TUS Opladen, mussten sich unsere Jungs dann gegen die TSG Solingen klar geschlagen geben und haben das Ziel, nächste Saison Landesliga zu spielen, verfehlt.

Osterather TV gg. TUS Opladen

Die nur mit 5 Spielern angereisten Gegner waren hier schon körperlich homogener und uns physisch klar überlegen. Die Jungs waren – in ihrer ersten Qualifikation mit nicht vollständigem Kader – sehr nervös und entsprechend chaotisch sowie überhastet waren die Spielzüge. Viele Fehlwürfe ließen Opladen zu Beginn noch Platz und Raum, im Spiel zu bleiben (18:13).

Im zweiten Viertel konnten wir uns dann langsam aber stetig absetzen, wobei wir viel durchwechselten, um Kraft zu sparen. Opladen nahm das Tempo aus dem Spiel, was uns leider nicht entgegen kam, weil dadurch die Konzentration litt (20:15).
Eine 10 Punkte-Führung zur Halbzeit und die klare Ansage, in der Defense nicht nachzulassen, weiterhin den Druck auf den Ballführer zu machen, um dann mit schnellem Fastbreak und Setplay vorne zu punkten. Das funktionierte sehr gut und wir konnten uns weiter absetzen, während Opladen langsam aber sicher Kraft und Kondition ausgingen. (23:14).
Jetzt wechselten wir ständig durch, brachten alle Spieler auf das Feld, um die Nervosität abzubauen und souverän brachten die Jungs das Spiel schließlich nach Hause (23:15).

Endstand 84: 57 für uns, damit waren wir eine Runde weiter.
Leider verletzte sich Teo, so dass wir auf ihn im zweiten Spiel verzichten mussten.

TSG Solingen gg. Garather SV

Unsere Jungs gönnten sich eine Pause, während der Gegner des zweiten Spiel ermittelt wurde. Das entschied Solingen mit 84:47 für sich. Dabei ein riesen Kompliment an die Garather, die in keiner Sekunde des Spiels aufgaben; dazu aber gleich mehr.

Osterather TV gg. TSG Solingen

Waren die Spieler aus Opladen bereits körperlich kräftiger, kam jetzt ein riesen „Brocken“ auf uns zu: Die TSG Solingen hatte 8 Spieler, von denen der Kleinste bereits einen halben Kopf größer war als unser größter Spieler. Dazu ein Spieler, der die 2 Meter Marke nur knapp verpasst und alle muskulär ausgereift wie ein 2003er Kader.
Entsprechend eingeschüchtert waren unsere Jungs, die zwar technisch nicht die schlechteste Bank aufweisen konnten, aber physisch und von der Größe her null entgegenzusetzen hatten.
Zwei Spieler aus Solingen bestimmten das Spiel auch gegen Garath. Der große Center, der zwar mitunter mehrere Anläufe benötigte, um einen Korb zu erzielen und ein schneller, kräftiger Aufbau, der mit dem körperlichen 1:1 Spiel absolut keine Probleme hatte. Das Spiel von Solingen: Der Große holt den Defensiv-Rebound und schickt einen langen Pass zum Fastbreak oder aber Pick-and-roll für ein Missmatch und dann solange den Rebound holen, bis er trifft.

In der Defense hieß das für uns: Den Aufbauspieler mit maximaler Entfernung vor sich halten und auf keinen Fall beim Block zu switchen. Dazu den Großen aus der Zone halten und doppeln, sollte er versuchen, zu dribbeln. Um den schnellen Fastbreak zu unterbinden, sollten die Jungs lieber einen technischen Fehler provozieren, als überhastet abzuschließen.
In der Offense mussten wir versuchen, taktisch zu spielen, den Großen unter dem Korb zu eliminieren, indem wir ihn mit einem Spieler außen binden (nahe der 3 Punkte Linie), um auf der anderen Seite dann unser Spiel aufzuziehen.
Da hatten wir dann, wie in fast jedem Spiel zuvor, wieder das Problem mit der Beurteilung der „Illegal defense“: Ab wann ist es eine Zonen-Verteidigung bzw. bis wohin nur verzögerte „Helpside“. Schon gegen Garath hatte ich erkannt, dass Solingen nicht wirklich konsequent Mann/Mann-Verteidigung spielt. Damit ist das direkte 1:1 nicht möglich und die Würfe von außen müssen sitzen, ansonsten macht der Gegner die Zone zu.

Kurz gesagt, wir hatten kaum eine Chance. Die Jungs haben ihr Bestes gegeben, konnten sich auch phasenweise gut durchsetzen und taktisch spielen, so dass sie auch stolze 38 Punkte erzielten. Aber gegen diesen Gegner, der nach meiner Meinung vom Körperlichen eher in die Oberliga gehört, hatten wir absolut keine Chance. Die Jungs mussten einiges einstecken, konnten nicht gegenhalten, hatten bei jedem Kontakt im 1:1 arg zu kämpfen und dann auch noch gegen den Großen zu bestehen.
Trotzdem muss ich ein riesen Kompliment aussprechen: Die Jungs haben nicht aufgegeben, trotz des klaren schnellen Rückstandes. Ab der 36. Minute forderten die mitgereisten Zuschauer „Punkte, Punkte“ sie wollten die 100er Grenze geknackt sehen (Stand 89:31). Das gelang der TSG Solingen nur, indem sie die meiste Zeit nur die besten Spieler einsetzte. Endstand 105: 38. (8:24/10:30/10:21/10/30)

Fazit:
Heute sind uns unsere Grenzen aufgezeigt worden. Foulbelastung 14 auf unserer Seite und 19 auf der Seite von Solingen. Trotz der körperlichen Überlegenheit griffen sie öfter zum Foul als wir!
Konsequent konnten wir unsere Offensiv-Taktik nicht im ganzen Spiel durchhalten, aber wenn, dann waren wir auch erfolgreich. Da das Spiel gleich zu Beginn recht klar war, kann ich verstehen, dass nicht konsequent auf Mann/Mann-Verteidigung geachtet wurde (es gab nur eine Verwarnung). Es hat uns aber vieles erschwert. Spielerisch gehört Solingen für mich eher in die Oberliga, insofern war es heute David gegen Goliath, was dann doch Goliath für sich entscheiden konnte. Aber auch mit vollem Kader hätten wir es gegen Solingen nicht geschafft, auch gegen den Garather SV hätten wir uns schwer getan. Die Jungs konnten zumindest körperlich etwas gegenhalten. Gut gefallen hat mir der jüngste Jahrgang: Die Jungs spielten frech auf und legten auch ihren Respekt weitgehend ab. Einige sind über sich hinausgewachsen, andere wiederum hatten zu viel Respekt vor dem Gegner.

Für uns bedeutet es nun, konzeptionell arbeiten, sich jetzt schon auf die Qualifikation im nächsten Jahr vorzubereiten, sowohl spielerisch als auch insbesondere körperlich. Da muss sich viel tun, wollen wir langfristig auf WBV Ebene mithalten.